Auslaßventil für Ihr Fahrzeug

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Auslaßventil defekt? » Fehlfunktion erkennen • Reparatur • Anleitung für den Wechsel
Entlässt das Abgas: Das Auslassventil
Das Auslassventil ist bei Viertaktmotoren für das Auslassen des verbrannten Abgases zuständig. Es sitzt im Zylinderkopf unter der Nockenwelle bzw. den Kipphebeln. Sein Austausch ist eine sehr aufwändige Reparatur, bei der aber vieles gleich mit repariert werden kann. Bei einer erfolgreichen Reparatur ist der Motor zum großen Teil wieder überholt.
Funktionsweise vom Auslassventil
Das Auslassventil ist bei drei von vier Takten im Viertaktmotor geschlossen. Es muss vor allem beim Arbeitstakt, also im Moment der Explosion des Brennstoffs, den Brennraum absolut dicht geschlossen halten. Erst wenn das verbrannte Abgas ausgeleitet werden soll, öffnet es sich. Zur Steuerung vom Auslassventil ist die Nockenwelle und die Ventilfeder zuständig. Die Nocke der Nockenwelle drückt das Auslassventil in den Brennraum hinein. Dann kann das Abgas ausströmen. Es wird durch den hoch fahrenden Kolben heraus gedrückt. Wenn die Nocke das Ventil überfahren hat, drückt die Ventilfeder das Auslassventil wieder zurück und schließt damit den Brennraum.
Defekte am Auslassventil
Ein Ventil kann auf vier Arten beschädigt werden:
- Fehler in der Ventilsteuerung
- Ausglühen durch Motorüberhitzung
- Ausbrechen des Ventiltellers
- Verschleiß am Ventilsitz oder Ventilschaft
Der häufigste Defekt an den Motorventilen tritt ein, wenn die Synchronisation von Nocken- und Kurbelwelle ausfällt. Dies tritt ein, wenn Steuerkette oder Zahnriemen reißen oder überspringen. Dann schlägt der hoch fahrende Kolben gegen ein Ventil, welches noch in den Brennraum ragt. Dann ist der Ventilschaft verbogen und das Ventil kann nicht mehr schließen. Läuft ein Motor zu mager, kann er überhitzen. Die größte Wärme entsteht dabei im Brennraum, welcher sich auch auf die Ventile auswirkt. Ein überhitztes Ventil glüht aus und verliert dabei seine Form. Es schließt dann nicht mehr richtig. Durch das Ausglühen, durch mechanische Belastung oder einen Fremdkörper kann auch der Ventilteller beschädigt werden. Dann bricht ein Stück aus und das Ventil schließt ebenfalls nicht mehr dicht ab. Ein undichtes Ventil hat zur Folge, dass sich die Explosion vom Brennraum in den Zylinderkopf fortsetzt. Der Kompressionsdruck wird so nicht mehr aufgebaut und es drohen Folgeschäden im Motor. Eine mangelnde Schmierung kann schließlich den Ventilschaft und die Nockenwelle beschädigen.
Wechsel vom Auslassventil
Um das Auslassventil zu tauschen muss der Zylinderkopf abgenommen werden. Das Ventil kann nur nach unten heraus gezogen werden, deshalb ist diese große Demontage erforderlich. Dabei sollte die Nockenwelle zumindest überprüft werden. Häufig genug ist eine komplette Überholung vom Zylinderkopf erforderlich. Wird der Zylinderkopf von einem Motor abgenommen, müssen in jedem Fall die Dichtung und die Zylinderkopfschrauben erneuert werden. Vor dem Einbau des Zylinderkopfs sind eine Messung und gegebenenfalls ein Planen erforderlich. Wenn der Kopf demontiert ist, sollte bei der Reparatur auch gleich die Ventilsteuerung erneuert werden. Dass gilt für die Steuerkette ebenso wie für den Zahnriemen. Dies sind alles recht kostspielige Reparaturen. Es ist daher sinnvoll, es gleich "Richtig" zu machen. Statt nur das eine defekte Ventil zu erneuern, können bei dieser Gelegenheit gleich alle Ventile ausgetauscht werden. Das verteuert die Reparatur nur geringfügig und man erhält einen weitestgehend überholten Motor. Gleiches gilt für die Nockenwelle: Wenn diese noch unbeschädigt ist, sollten wenigstens die Lagerschalen und die Hydrostößel erneuert werden. Dies verursacht nur minimale Mehrkosten, trägt aber erheblich zur Verlängerung der Laufleistung vom Motor bei. Zum Wechsel der Ventile gehört immer auch der Tausch der Ventilschaftdichtungen.
Kauf von Auslassventilen
Das Auslassventil an sich ist ein sehr preiswertes Ersatzteil. Bauteile in Markenqualität kosten ca. 15 Euro. Diese geringen Kosten stehen jedoch in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, der für ihren Austausch erforderlich ist. Für eine korrekte Reparatur sollte man deshalb 300 - 400 Euro an Ersatzteilkosten veranschlagen. Dann hat man aber auch alle Bauteile ausgetauscht, deren Wechsel bei der Reparatur von einem Auslassventil sinnvoll sind. Zu den Kosten für die Ersatzteile kommen noch Investitionen für einige Spezialwerkzeuge. Diese sind teilweise zwingend erforderlich, teilweise erleichtern sie die Arbeit erheblich. Dazu gehören
- Drehmomentschlüssel
- Ventilfederspanner
- Präzisions-Haarlineal
Für diese Werkzeuge sollte man nochmals ca. 200 Euro einplanen. Das Planen eines Zylinderkopfes ist hingegen ab 100 Euro bei Fachbetrieben erhältlich.