LED-Kennzeichenbeleuchtung nachrüsten – so machen Sie es richtig !

LED-Kennzeichenbeleuchtung - Nachrüstung, Vorteile und Fakten, mögliche Fehler

Schon seit vielen Jahren werden konventionelle Glühbirnen im Auto gegen die sparsame LED-Variante ausgetauscht. Auch die Kennzeichenbeleuchtung bleibt davon nicht verschont, denn die LEDs bringen einige Vorteile mit sich. Leider werden bisher selbst neuere Fahrzeuge nur selten damit ausgestattet. Möglich ist dann eine Nachrüstung, doch der Wechsel ist nicht ohne Tücken und auch die rechtliche Situation ist unter Umständen nicht vollständig geklärt.

Vorteile der LED-Kennzeichenbeleuchtung gegenüber konventionellen Leuchtmitteln

Vorteile der LED-KennzeichenbeleuchtungFür Jahrhunderte hat die Glühbirne den Markt dominiert, aber der Fortschritt steht nicht still und so gehört auch sie mittlerweile zum alten Eisen. Durchgesetzt als ihr Nachfolger hat sich vor allem die LED, die Light Emitting Diode. Hier wird kein Draht zum Glühen gebracht, bei dem eine Menge Energie als Abwärme verloren geht, sondern man macht sich die Eigenschaft der Halbleiterkristalle zu Nutze, die bereits beim Anlegen eines geringen Stroms Licht aussenden, das mit der Hilfe von dotierten Fremdatomen in die richtige Wellenlänge (Lichtfarbe) gebracht wird.
Weniger Abwärme bedeutet einen höheren Wirkungsgrad und insgesamt ist weniger Strom notwendig, um die gleiche Leuchtkraft zu erreichen. Herkömmliche, im Fahrzeug verwendete LEDs benötigen nur etwa 20 Milliampere. Entsprechend niedrig ist auch der Verbrauch. Statt zwischen 10 und 20 Watt liegt dieser bei den für die LED-Kennzeichenbeleuchtung verwendeten LEDs im Bereich von 1 W, manchmal sogar darunter. Und das bei gleicher Lichtausbeute. Zwar gibt es Qualitätsunterschiede, aber selbst billig produzierte LEDs halten viel länger als konventionelle Leuchtmittel. Bis zu fünf Jahre können entsprechend gute Produkte durchhalten, ohne ein einziges Mal gewechselt werden zu müssen. Die Vorteile noch einmal auf einen Blick:
– Umweltfreundlichere Herstellung
– Weniger Verbrauch
– gute Lichtausbeute
– Längere Lebensdauer

Die rechtliche Situation mit LED-Kennzeichenbeleuchtung

rechtliche Situation mit LED-KennzeichenbeleuchtungFrüher gabe es eigene Gesetze für die Kennzeichenbeleuchtung. Heute wird dies durch die Vorgaben der europäischen Union geregelt, der auch wir uns unterordnen müssen. Dies ist einerseits ein Nachteil, weil andere bestimmen, was in unserem Land zulässig ist, doch können wir uns so sicher sein, dass unsere Regeln auch in allen anderen europäischen Ländern gelten, was im Falle der Kennzeichenbeleuchtung sogar rechtlich relevant sein könnte.

Im Allgemeinen gilt: Die LED-Kennzeichenbeleuchtung muss ausreichend hell, aber nicht zu hell sein und das Kennzeichen selbst muss großflächig ausgeleuchtet sein. Es gibt genaue Vorgaben, welche die zulässigen Lichtfarben und die Helligkeit vorschreiben, für den Fahrer ist das aber nur nebensächlich. Wichtig ist: Wer die Original-Kennzeichenbeleuchtung austauscht, verliert unter normalen Umständen seine Betriebserlaubnis und darf das Fahrzeug nicht mehr auf öffentlichen Straßen bewegen. Dabei ist es übrigens egal, ob am Tag oder in der Nacht. Abhilfe schafft die Fahrt zum TÜV bzw. zur DEKRA. Die können nach kurzer Prüfung die Kennzeichenbeleuchtung für das Fahrzeug freigeben, was aber nicht ganz kostenlos ist und zudem eine Menge Zeit kosten kann.

Damit man nicht für jede Kleinigkeit zu den entsprechenden Behörden fahren muss, haben sich die Gesetzgeber etwas ausgedacht, nämlich zwei Prüfzeichen, die garantieren, dass ein Anbauteil den Vorgaben der europäischen Komission bzw. der StVo entspricht.

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led-kennzeichenbeleuchtung mit e prüfzeichenErsteres heißt ECE und steht für Economic Commision for Europe, wird aber häufig nur als E-Prüfzeichen abgekürzt. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Bauartgenehmigung. Genehmigt wurde also das Produkt zur Gänze in Kombination mit allen vom Hersteller vorgesehenen Fahrzeugen. Das E-Prüfzeichen wird gut sichtbar auf die Packung gedruckt und ist entweder ein Kreis oder ein Kasten mit dem Buchstaben E sowie einer Zahl, die den Staat kennzeichnet, der die Genehmigung durchgeführt hat. E1 würde also bedeuten, dass die Genehmigung aus Deutschland stammt. Wie das Kennzeichen genau aussieht und welche Länder es ausstellen dürfen, können Sie auf der Wikipedia-Seite zum Thema ECE-Prüfzeichen nachlesen.

led-kennzeichenbeleuchtung mit abeDas zweite Prüfzeichen nennt sich ABE, die allgemeine Betriebserlaubnis. In vielen Fällen wurde sie bereits von der ECE abgelöst und wird heute nur noch sporadisch verwendet, rein rechtlich handelt es sich aber ebenfalls um eine Bauartgenehmigung, die sicherstellt, dass die Verwendung des Produktes in Verbindung mit den kompatiblen Fahrzeugen den gesetzlichen Vorgaben entspricht. ABE und ECE sind substitiv und obwohl die ABE eigentlich nur in Deutschland zulässig ist, darf man sich damit ungehindert im gesamten europäischen Raum fortbewegen.

led-kennzeichenbeleuchtung FarbeIn puncto Farbe darf man keine Experimente eingehen, denn im Vordergrund steht die Lesbarkeit – Sowohl für Passanten als auch für Kameras – des Nummernschildes. Zwar gibt es keine vorgeschriebenen Farbtemperaturen, aber man muss sich irgendwo zwischen warmweiß und kaltweiß bewegen. Rotes, Grünes oder anderweitig farbiges Licht ist verboten. Lediglich das im eher blauen Farbspektrum liegende Tageslichtweiß (ab 7000K) ist ebenfalls erlaubt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, beachtet wieder die Prüfzeichen, da diese selbstverständlich auch die Farbtemperatur des Leuchtmittels einbeziehen.

Wichtig ist, dass sowohl ABE als auch ECE nur mit dem vom Hersteller zugelassenen Fahrzeugen gültig ist. Wer also die BMW-LED-Kennzeichenbeleuchtung an seinen AUDI montiert, verliert die Betriebserlaubnis, obwohl das Ergebnis insgesamt vielleicht sogar einigermaßen verträglich wäre. Außerdem gibt es ein paar schwarze Schafe, die ein ECE-Zeichen in leicht abgewandelter Form auf die Packung drucken, obwohl die Zulassung gar nicht vorhanden ist. Hier ist ein genauer Blick erforderlich.

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kennzeichenbeleuchtung wechseln

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So funktioniert der Wechsel

Folgende Utensilien werden benötigt:
Ein Schraubendreher
ggf. Ein ISO-Entriegelungswerkzeug
oder eine Büroklammer
Ein Lappen

kennzeichenbeleuchtung ausbauenVorbereitung: Schrauben Sie den Nummernschildhalter zusammen mit dem Nummernschild ab. So kommen Sie besser an die Aufnahmen für die Beleuchtung. Öffnen Sie die Motorhaube und entfernen Sie die Masseklemme. Bei alten Autos ist diese häufig im Motorraum angeklemmt, bei neueren Fahrzeugen gibt es einen Anschluss an der Batterie (Minus oder Schwarz). Dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig, aber empfohlen, da mit nicht isolierten Kabeln gearbeitet wird.
Schritt 1: Bei den meisten Kennzeichenleuchten befindet sich an der Seite eine kleine Nut, mit denen Sie die komplette Leuchte heraushebeln können. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie diese abschrauben.
Schritt 2: Entfernen Sie den Stromstecker, indem Sie die Arretierung festhalten und diesen nach oben abziehen.
Schritt 3: Lesen Sie in der Installationsanleitung der Kennzeichenbeleuchtung, ob die Polung geändert werden muss. Ist dies der Fall führen Sie die folgenden Schritte durch. Fahren Sie ansonsten mit Schritt 4 fort:
– Im Stromstecker befindet sich eine Klemme für die Verriegelung der Polstifte. Diese können Sie mit der Hand seitlich herausziehen.
– Mit dem ISO-Entriegelungswerkzeug (meist Mini-ISO) können Sie die Pinverbindung lösen, um 180° drehen und wieder aufsetzen. Haben Sie dies nicht zur Hand, kann als Notlösung eine aufgebogene Büroklammer dienen. Es könnte damit aber ein wenig dauern, bis man die richtige Entriegelungsposition gefunden hat.
– Setzen Sie die Verriegelungsklemme von der gleichen Seite wieder auf, wie Sie sie entnommen haben.
Schritt 4: Fügen Sie den Stecker in den Anschluss der neuen LED-Kennzeichenbeleuchtung. Achten Sie darauf, dass diese richtig arretiert sind. Es sollte ein „Klicken“ zu hören sein.
Schritt 5: Falls nötig, entfernen Sie den groben Schmutz von den Einbaulöchern, bevor Sie die LED-Kennzeichenbeleuchtung in diese hineinsetzen. Verfügt Ihr Fahrzeug über einen Klickmechanismus, sind Sie fertig. Ansonsten müssen Sie die Schrauben wieder handfest anziehen.
Schritt 6: Klemmen Sie das Massekabel der Batterie wieder an. Überprüfen Sie dann die gesamte Beleuchtung. Wenn alles funktioniert, war der Wechsel erfolgreich.

LED-Kennzeichenbeleuchtung Nachrüstung

Mögliche Fehler und Lösungsansätze

kennzeichenbeleuchtung anleitungQuerverbindungen durch Massefehler – Der Massefehler, ein urkomisches Phänomen, kommt vor allem bei älteren Fahrzeugen häufiger vor und bedeutet, dass aufgrund fehlender Masse, der Strom einen Kreis erzeugt, der eigentlich nicht sein dürfte, also beispielsweise Blinker und Kennzeichenbeleuchtung miteinander im gleichen Kreis liegen. Ein möglicher Fehler wäre dann, dass die Kennzeichenbeleuchtung im Takt des Blinkers aufleuchtet oder der Blinker ein Dauersignal bekommt. Was sich schlimm anhört, ist halb so wild und lässt sich im Normalfall schnell beheben. Dazu müssen Sie die neue LED-Kennzeichenbeleuchtung wieder entfernen und die Anschlüsse mit ein wenig Kontaktspray behandeln. Sehen Sie sich dann im Sicherungskasten um und überprüfen Sie auch hier die Kontakte. Reinigen Sie eventuell korrodierte Anschlüsse oder wechseln Sie die Sicherungen aus, dann sollte wieder alles wie gewohnt funktionieren.

led-kennzeichenbeleuchtung mögliche fehlerDie LED-Kennzeichenbeleuchtung leuchtet nicht – Hierfür kann es mehrere mögliche Ursachen geben. Haben Sie die Steckverbindungen richtig zusammengefügt, möglicherweise vergessen die Polung umzukehren, falls dies für den Einbau erforderlich ist oder vielleicht haben Sie die Batterie nicht wie empfohlen abgeklemmt und einen Kurzschluss verursacht, der die Sicherung durchgebrannt hat. Sollte es Ihnen nicht gelingen, durch diese Hilfestellungen selbst die Lösung zu finden, werden Sie leider nicht drum herum kommen, eine Werkstatt aufzusuchen.

Weblinks: DEKRA, TÜV, Wikipedia
Foto: lassedesignen, Patrick Schulze, Christof Ambrosch, Kichigin, vnlit, victoras / shutterstock.com

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