Der beste Wagenheber für jeden Einsatz: Ratgeber

Der beste Wagenheber für jeden Einsatz: Ratgeber

Der Wagenheber ist ein Werkzeug, mit dem ein Auto radweise angehoben werden kann. Es gehört zur Bordausrüstung an einem Fahrzeug. Allerdings sind die bei Neuwagen mit gelieferten Modelle nur für den Notfall zu gebrauchen. Wer einen Wagenheber sucht, der in einer Hobbywerkstatt bestehen kann, für den stehen andere Produkte bereit.

Auswahl an Typen

Auswahl an Wagenheber TypenWagenheber werden in vier verschiedenen Typen angeboten:

– Mechanisch
– Elektromechanisch
– Hydraulisch
– Pneumatisch

Mechanische Wagenheber1. Mechanische Wagenheber sind entweder als Scherenwagenheber oder als Spindelwagenheber ausgelegt. Beides sind Hand betätigte Typen.

  • Ihr Vorteil ist, dass sie recht preiswert und leicht sind. Das macht sie für die Verwendung als Bordwerkzeug ideal.
  • Ihr Nachteil ist ihre etwas umständliche Handhabung. Die richtige Handhabung ist bei den modernen Fahrzeugen sehr wichtig, da bei Fehlbedienung die Karosserie des Autos beschädigt werden kann.

Elektromechanische Wagenheber2. Elektromechanische Wagenheber sind recht selten. Bei ihnen wird die Handkurbel durch einen Elektromotor unterstützt. Sie beschleunigen und erleichtern das Anheben des Autos etwas, haben ansonsten aber kaum Vorteile.
Hydraulische Wagenheber3. Hydraulische Wagenheber sind die kräftigsten Modelle. Sie werden als Stempelwagenheber oder mit einem als Rangier-Wagenheber mit einem Vierrad-Fahrwerk angeboten. Diese Typen sind die in Werkstätten standardmäßig verwendeten Modelle. Sie sind einfach in der Handhabung, sehr zuverlässig und sehr hubstark.

  • Die Stempelwagenheber sind sehr kompakt und eignen sich auch als hochwertiges Bordwerkzeug.
  • Der Rangierwagenheber ist hingegen sehr sperrig und ist in der Garage am besten aufgehoben.

Pneumatische Wagenheber4. Pneumatische Wagenheber sind äußerst praktisch als Pannenhilfe. Sie sind kinderleicht zu bedienen und schließen Schäden an der Karosserie durch ihre Konstruktion aus. Allerdings sind sie recht teuer und auch im zusammen gefalteten Zustand etwas sperrig. Für Offroad-Fahrer sind sie ideal, da sie bei jedem beliebigen Untergrund eingesetzt werden können.Karosserieteile in Top Qualität

Wagenheber richtig anwenden

Wagenheber richtig anwendenDie Karosserie von einem Auto hat definierte Punkte, an denen ein Wagenheber gefahrlos angewendet werden kann.

  • Bei Mercedes-Benz sind die Wagenheber-Aufnahmen besonders komfortabel gelöst: Das Unternehmen stattet seine Fahrzeuge seit vielen Jahren mit extra dafür vorgesehenen eingeschweißten Hülsen aus. In diese werden die Spindel-Wagenheber einfach eingesteckt.
  • Allen anderen Fahrern ist dringend empfohlen, sich in der Betriebsanleitung ganz genau anzusehen, wie der Wagenheber anzusetzen ist. Im Notfall ist das Wissen dann verfügbar.

Verwendung von hydraulischen WagenhebernAuch bei der Verwendung von hydraulischen Wagenhebern muss man die Aufnahmepunkte beachten.

  • Diese Typen haben zusätzlich ein besonderes Feature, dessen Zukauf hiermit dringend empfohlen ist: Der Zubehörhandel bietet für die Auflageteller der hydraulischen Wagenheber dicke Gummipuffer an.
  • Damit sind Schäden am Lack oder am Unterbodenschutz praktisch ausgeschlossen. Ihre Anwendung ist hingegen recht einfach: Sie bestehen aus einer kleinen Hydraulik mit Geberzylinder, Nehmerzylinder, Absperrventil und Hebelpumpe.
  • Der hydraulische Wagenheber wird mit seinem Hubstempel unter den Auflagepunkt der Karosserie gestellt.
  • Danach wird das Absperrventil geschlossen und mit der Stempel mit der Hebel nach oben gepumpt. Nach der Beendigung der Reparaturarbeit wird das Absperrventil geöffnet. Wir empfehlen, das Ventil stets langsam zu öffnen, um ein schlagartiges Absenken des Autos zu vermeiden.

pneumatischen Wagenheber AufbauDie pneumatischen Wagenheber bestehen aus einem aufblasbaren Prallsack, der mit einem Schlauch mit dem Auspuff verbunden wird.

  • Der Sack wird unter das Auto gelegt und der Motor gestartet. Dann bläst er sich binnen weniger Sekunden auf und hebt dadurch das Auto an.
  • Die Auflagefläche des Wagenhebers ist sowohl am Auto als auch am Untergrund sehr groß. Das macht ihn für die Karosserie vollkommen ungefährlich.
  • Außerdem ist dieser Wagenheber Typ sehr sicher und effizient: Ein Abrutschen vom Wagenheber ist praktisch ausgeschlossen und er schafft es als einziger, den Wagen über eine komplette Seite hinweg anzuheben. Jedoch lädt der recht weit aus, was Platz für Arbeiten unter dem Auto kostet.

Autos immer sichern

Das Wichtigste nach dem Ansetzen des Wagenhebers am richtigen Punkt ist, dass das Auto im angehobenen Zustand gesichert wird. Bei allem, was über einen Notfall-Radwechsel hinausgeht, ist ein zusätzliches Abstützen des Autos lebenswichtig.
Scherenwagenheber AutoVor allem die Scherenwagenheber neigen zum Umkippen, wobei der Selbstschrauber schnell unter seinem eigenem Auto begraben wird. Hierzu bietet der Fachhandel Böcke an. Diese sind heute sehr günstig verfügbar und gehören in jede Werkstatt. Mit Böcken gesichert, kann das Auto nicht mehr vom Wagenheber rutschen und ist für die ganze Dauer der Autoreparatur für den Mechaniker ungefährlich.

Provisorien sind hingegen wieder sehr gefährlich: Ob Kanthölzer, Reifenstapel, Gehwegsplatten oder andere Hilfsmittel – keines davon ist zu Sichern eines Autos geeignet. Diesem Risiko sollte sich niemand aussetzen.
Wagenheber mit der SicherungsböckeEs muss jedoch nicht immer der Wagenheber plus die Sicherungsböcke sein, wenn man unter dem Auto arbeiten will. Eine Auffahrrampe ist zwar sehr sperrig. Dafür ist sie besonders einfach in der Handhabung: Die beiden Rampen werden einfach gerade vor die Vorder- oder Hinterräder gestellt, das Auto wird herauf gefahren und mit Handbremse, Gangschaltung und einem Keil vor dem Wegrollen gesichert. Schon kann beliebig lange unter dem Auto gearbeitet werden – vorausgesetzt, man möchte kein Rad demontieren.

Den besten Wagenheber finden

Der ideale Kompromiss aus kompaktem Aufbau, einfacher Handhabung und großer Hubleistung bietet der Stempel-Wagenheber.

  • Den besten Wagenheber findenEr nimmt im Auto nicht mehr Platz weg, als die Scheren-Wagenheber. Diese sind zwar die billigsten, jedoch auch die unsichersten Typen unter diesen Werkzeugen.
  • Ein Rangier-Wagenheber ist für Hobbyschrauber ein idealer Einstieg in eine professionelle Werkstatt-Ausstattung.
  • Die Prallsack-Wagenheber sind eigentlich nur für Offroader interessant. Für Expeditionsreisende, Rallyefahrer, Jäger und Geländeliebhaber sind sie jedoch perfekt.

Man sieht: Jeder Typ hat seine Berechtigung. Wenn der Wagenheber nur ein Mal im Jahr zum Wechsel der Bereifung gebraucht wird, kann man ruhig beim Bord-Wagenheber bleiben. Sobald aber auch selbst die Bremsen gewechselt oder am Auspuff gearbeitet werden soll, ist ein hydraulischer Wagenheber plus Sicherungsböcke die beste Wahl.

Preislich gehen die Wagenheber auch innerhalb ihrer einzelnen Bauarten weit auseinander. Hier muss man sagen: Jeder Euro mehr ist auch ein Plus an Qualität und Zuverlässigkeit. Ein Rangier-Wagenheber für 24 Euro wird auch bei geringer Benutzung nicht lange durchhalten. Ein Werkzeug für 250 Euro kann hingegen den Hobbyschrauber für viele Jahre glücklich machen.

Wagenheber 2.0: Die mobile Hebebühne

Die mobile HebebühneDie nächste Ausbaustufe nach dem Rangierwagenheber ist die mobile Hebebühne.

Mit ihrer Hilfe lässt sich das Auto auch in der Garage komplett anheben, ohne dass eine weitere Sicherung erforderlich ist. Betrieben werden diese Werkzeuge mit einer komfortablen Elektrohydraulik. Mobile Hebebühnen sind inzwischen schon für unter 1500 Euro verfügbar und verhelfen dem Hobbyschrauber zu ganz neuen Möglichkeiten.

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