Unterhaltskosten Auto: Welches Fahrzeug kann ich mir leisten?

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Unterhaltskosten Auto: Welches Fahrzeug kann ich mir leisten?

Schaut man in die Kleinanzeigen im Internet, kann man erstaunlich feststellen: Man bekommt Autos durchaus geschenkt. Schon ab 50 Euro Kaufpreis findet man hunderte von Autos, die teilweise noch gut fahren. Aber mit dem Kauf von einem Auto ist es leider bei Weitem nicht getan.

Was kostet ein Auto? Zuerst die Nebenkosten checken

Unterhaltskosten Nebenkosten checkenBevor man ein Auto kauft, sollte man die unvermeidlichen Unterhaltskosten abklären. Das sind

– Kosten für die Anmeldung (ca. 100 Euro inkl. Schilder)
– KFZ- Steuer
– Versicherung
Hauptuntersuchung (ca. 100 Euro)

Ohne den Nachweis einer Haftpflicht-Versicherung ist ein Auto nicht zulassungsfähig. Ebenso ist eine noch mindestens einen Tag gültige Hauptuntersuchung verpflichtend. Je nach Alter des Fahrzeugs kann es bei nur noch wenigen Tagen Zulassungsfähigkeit aber passieren, dass ein Mitarbeiter der Behörde das Auto begutachtet und unter Umständen die Zulassung verweigert.
Dem Entsprechend muss beim Kauf eines Gebrauchtwagens im Vorfeld geschätzt werden, was die Reparaturen für das Bestehen der HU kosten werden. All dies fließt in das Gesamtpaket „Unterhaltskosten für ein Auto“ mit ein.

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Unterhaltskosten – Kaufen, leasen, finanzieren?

Unterhaltskosten beim Auto KaufDas Kaufen von einem Auto ist nur eine Möglichkeit, an einen neuen Wagen zu kommen. Wie erwähnt, gehen die Preise für ein Auto schon bei 50 Euro los. Nach Oben gibt es keine Grenzen. Darum ist beim Kauf inklusive Barzahlung in der Regel bei einigen Tausend Euro Schluss. Das Finanzieren ist vor allem bei Neuwagen ein üblicher Weg des Erwerbs. Damit kann ein Käufer in geringen Raten und meist sehr interessanten Zinsen zu einem zuverlässigen, neuen Auto kommen.

Schließlich gibt es auch noch den Weg des Leasings. Hierbei wird ein Neuwagen mit einer gewissen Summe angezahlt und anschließen in kleinen Raten praktisch auf Zeit gemietet. Nach Ablauf der Leasingzeit wird das Auto zurückgegeben oder durch einen weiteren Betrag abgelöst.

Vorsicht beim Leasing

Unterhaltskosten beim LeasingBei der Rückgabe von einem Leasing-Fahrzeug wird in der Regel eine sehr scharfe Kontrolle durchgeführt. Jeder kleine Kratzer an der Karosserie und im Innenraum wird protokolliert und dem Leasingnehmer in Rechnung gestellt.
 
 
 
Vorsicht beim LeasingTIPP: Lassen Sie das Auto nach Abschluss des Leasing-Vertrages folieren. Das kostet zwar ein paar Hundert Euro. Vor der Übergabe wird die Folie einfach abgezogen. So kann das Auto mit einem tadellosen Lack übergeben werden.

Weitere Maßnahmen zur möglichst schmerzfreien Rückgabe des Leasing-Fahrzeugs sind:

– Niemals im Auto essen oder rauchen
– Das Auto vor der Rückgabe durch einen professionellen Dienstleister aufbereiten lassen.

Das kann bei der Rückgabe tausende von Euros sparen helfen.

Auto richtig versichern

Auto richtig versichern UnterhaltskostenAutos werden von den Versicherungen in die so genannten „Typklassen“ eingeteilt. Es ist daher sehr schwer, im Voraus zu sagen, wie teuer ein Auto in der Versicherung ist. Ein hoch motorisierter Kleinwagen kann durchaus teurer in der Versicherung sein, als eine schwere Luxus-Limousine. Hier gilt es, sich vor dem Kauf genauestens zu informieren um beim Abschluss des Versicherungsvertrags keine böse Überraschung zu erleben. Zwar kann man grob annehmen, dass höher motorisierte Autos teurer in der Versicherung sind, als schwächere und billigere Autos. Ganz darauf verlassen sollte man sich aber nicht. Die Variablen sind hierbei einfach zu groß.

Versichert werden kann ein Auto auf drei Arten:

– Nur Haftpflicht
– Teilkasko
– Vollkasko

Die Haftpflichtversicherung ist absolut verpflichtend für das Anmelden und Bewegen eines Autos im öffentlichen Straßenverkehr.
Sie zahlt die Schäden an allen durch das Auto verursachten Schäden. Sie zahlt jedoch nicht die Schäden am Auto selbst. Das macht sie vor allem für ältere Gebrauchtwagen zur preiswertesten Lösung.

Die Teilkasko deckt die volle Haftpflicht ab und übernimmt auch teilweise die Schäden am eigenen Auto. Zu den Versicherungsleistungen gehören:

– Brandschäden
– Diebstahl
– Glasschäden
– Einbruchsschäden

Weitere Schäden wie Bleche, mechanische Teile und Anbauten sind durch die Teilkasko nicht versichert.

Der Vollkasko deckt schließlich auch alle Schäden ab, die auch am eigenen Auto entstehen. Sie ist für Neuwagen nicht verpflichtend, sie ist aber dringend empfohlen. Wenn durch eigenes Verschulden ein Totalschaden entsteht, ist das Geld für den Neuwagen komplett vernichtet. Der Vollkasko ist zwar die teuerste aller Versicherungen. Sie kostet in etwa das Doppelte von der Haftpflicht-Versicherung. Angesichts der vielen tausend Euro, die ein Neuwagen kostet, ist sie in der Regel lohnenswert.

Vollkasko Versicherung UnterhaltskostenTIPP: Sie können durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung viele hundert Euro beim Abschluss einer Teil- oder Vollkasko-Versicherung sparen. Üblich sind Beträge zwischen 300 und 500 Euro pro Schadensfall.

Steuern sind unvermeidlich

Unterhaltskosten SteuernSchließlich wird das Auto auch noch versteuert. Die Berechnungsgrundlagen richten sich nach Hubraum und Schadstoffausstoß.
Neuwagen sind daher meist erstaunlich günstig in der Steuer: Beträge zwischen 30-50 Euro pro Jahr können hier eine freudige Überraschung sein.
Alte Diesel oder Benziner mit U-Kat oder ganz ohne Abgasreinigung sind hingegen extrem teuer in der Steuer: je nach Hubraum kann die Besteuerung über tausend Euro im Jahr betragen. Das kann einem die Freude am vermeidlichen Schnäppchen im Nachhinein ordentlich verderben.
Ältere Fahrzeuge haben zudem einen weiteren Haken: Sie haben in der Regel keine grüne Umweltplakette. Damit sind sie in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Vor allem in Innenstädten ist ihnen die Einfahrt in Umweltzonen verboten.

Der günstigste Weg

Unterhaltskosten DaciaSeit vor 10 Jahren Renault mit seiner Tochter Dacia für eine Revolution gesorgt hat, ist der Betrieb eines Fahrzeugs deutlich günstiger geworden. Mit dem Logan wurde ein Neuwagen zu einem unglaublich günstigen Preis angeboten. Unter sieben tausend Euro für ein neues Fahrzeug war ein echter Knaller. Dacia Logan hat zwar in diesem Segment immer noch eine Alleinstellung. Jedoch haben erfreulicherweise viele Hersteller nach gezogen und bieten ihrerseits Autos für unter Zehntausend Euro an.

Ein Neufahrzeug bietet folgende Vorteile:

– Keine Reparaturkosten
– Hohe Zuverlässigkeit
– Sicherheit auf dem Stand der Technik
– Moderne Komfortsysteme
– Aktuelle Abgasreinigung

Dadurch sind diese Autos meist extrem günstig besteuert und sie haben die volle Bewegungsfreiheit. Alles Weitere ist ein Rechenexempel:

Ein Neuwagen für 8000 Euro (Die Auswahl reicht hier von Dacia über Ford, Citroen und Hyundai bis Volkswagen) kostet bei einer Fünf-Jahres-Finanzierung gerade einmal 150 Euro im Monat. Dafür hat man einen modernen, sparsamen und sauberen Motor und eine günstige Steuerklasse. Die Versicherung ist für Autos in dieser Preisklasse, je nach persönlichem Freibetrag, bei 400 – 1000 Euro im Jahr. Dies sind alles nur grobe Richtwerte aber ungefähr das ist es, womit man rechnen kann. Damit kommt man im Monat auf ca. 300 Euro für einen Neuwagen. Bei den eingangs genannten Billigst-Gebrauchtwagen kann man ohne weiteres mit dem gleichen Betrag an Reparaturkosten rechnen. Und dann hat man nie die Sicherheit, immer am Ziel anzukommen.

Wer zusätzlich sparen möchte, greift auf einen Jahreswagen aus der benannten Neuwagen-Klasse zurück. Damit kann man nochmal 2000- 3000 Euro beim Kauf sparen und hat fast die gleichen Vorteile wie von einem Neuwagen. Beim Vereinbaren einer höheren Schlussrate können solche Autos auch schon mit unter 100 Euro im Monat finanziert werden.

Und noch mehr Unterhaltskosten…

Zum Unterhalt eines Autos kommen noch einige andere Kosten hinzu. Dazu zählen

– Verbrauch von Kraftstoff
– Parkgebühren am Arbeitsplatz
– Unterhaltskosten für Garage oder Stellplatz
– Inspektions- und Wartungskosten
– Winterbereifung
– Ausstattung

Diese Unterhaltskosten sind natürlich im Vergleich zur Anschaffung relativ gering. Jedoch summieren sie sich ebenfalls zu einem größeren Posten auf. Darum sollten sie stets im Blick behalten werden.

Unterhaltskosten drücken durch Sprit sparen

Der Kraftstoffverbrauch ist nach wie vor der größte Faktor beim Betrieb eines Autos. Hier kann mit einer sparsamen und umsichtigen Fahrweise viel Geld gespart werden. Dazu gehören

– Keine Vollgas-Fahren
– Reifendruck beachten
– Auto immer leer räumen und keinen unnötigen Ballast mit herum fahren
– Fahrgemeinschaften bilden
– Fahrten im Voraus planen und wirtschaftlich fahren.

Das kann die monatlichen Kosten für den Kraftstoff um bis zu 50% senken. Ein Diesel oder ein Erdgas-Auto ist zwar im Kraftstoff ebenfalls günstiger. Jedoch sind diese Motortypen ebenfalls mit Folgekosten verbunden. Dieselfahrzeuge sind meist höher besteuert. Fahrer von Erdgas-Fahrzeugen müssen die Anlage regelmäßig kontrollieren lassen. Auch das sind Zusatzkosten, die man mit einkalkulieren muss.

Fazit: Kein Grund für Gurken

Finanzierung eines AutosBei der Finanzierung eines Autos kommt es natürlich immer noch auf die Bonität des Kreditnehmers an. Eine feste Anstellung vorausgesetzt, sollte ein so geringer Kreditbetrag wie die benannten 7000 Euro auf 60 Monate aber eigentlich kein Problem darstellen. Die heute verfügbaren, extrem günstigen Neu- und Jahreswagen machen es gemeinsam mit den interessanten Kreditangeboten sehr einfach.

Es muss niemand mehr mit risikoreichen Uralt-Gebrauchten herum fahren, die permanent mit vielen hundert Euro am Leben gehalten werden müssen. Wenn es nur darum geht, eine sichere, preiswerte und zuverlässige Mobilität zu erreichen, dann bieten die Neuwagenhändler heute so einiges an. Versicherungen und die Besteuerung machen die Wahl auf modernere Autos zusätzlich leicht.

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