Der Auto-Anlasser: Fakten rund um den Wechsel!

Der Auto-Anlasser: Fakten rund um den Wechsel!

Der Anlasser/Starter ist ein zentrales Element für ein Fahrzeug. Denn sowohl ein Otto- als auch ein Dieselmotor kann im Stillstand nicht einfach starten. Das liegt daran, dass der Kraftstoff im Innern des Motors durch Ansaugen und anschließendem Verdichten mit Sauerstoff versorgt wird, ehe er danach entzündet wird. Um genau diesen Prozess im Motor zu starten, wird ein Starter benötigt. Ist der Anlasser jedoch defekt, kann es schnell zu Problemen kommen.

So funktioniert ein Anlasser

So funktioniert ein AnlasserDer Anlasser ist dafür zuständig das Fahrzeug zu starten. Denn der Verbrennungsmotor in einem Fahrzeug benötigt eine Hilfe, um die vorhandene Masseträgheit und die Reibungs- und Verdichtungswiderstände zu überwinden. Hierzu dient der Starter.

Hierbei handelt es sich um einen direkt über die Autobatterie betriebenen Elektromotor, welcher das sogenannte Schwungrad antreibt. Wird nun der Motor gestartet, setzt der Starter den Motor mit ungefähr 300 Umdrehungen in der Minute in Bewegung. Dies ist ausreichend, um den Motor in Gang zu setzen und den nun folgenden Vorgang automatisch ablaufen zu lassen. Sobald der Motor zündet und somit von alleine läuft, wird der Anlasser abgeschaltet.

Grundsätzlich müssen Starter nicht gewartet werden, sondern gehören zu den zuverlässigsten Bauteilen an einem Fahrzeug. Allerdings kann es auch hier zu Defekten kommen.

Diese Anzeichen sprechen für einen defekten Anlasser

Anzeichen des defekten StartersEs gibt verschiedene Symptome, welche auf einen defekten Anlasser hindeuten. Wichtig ist, bereits frühzeitig auf diese Symptome zu achten, um schnell genug reagieren zu können. Denn ist der Starter vollständig defekt, lässt sich das Fahrzeug überhaupt nicht mehr starten.

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Zu den drei wichtigsten Symptomen gehören unter anderem:

– Ein lautes Quietschen nach dem Starten des Motors
– Ein langsamer drehender Starter als üblich
– Ein nicht gelingender Startvorgang trotz voller Batterie

die Batterie bei Startproblemen prüfen

  • Achten Sie bei Startproblemen mit dem Fahrzeug zunächst einmal auf die Batterie. Denn diese kann oftmals auch Schuld sein, wenn das Fahrzeug nicht mehr anspringen möchte. Da es einfacher und kostengünstiger ist die Batterie auszutauschen, sollten Sie diesen Schritt in jedem Fall vornehmen.

Auto-Anlasser Fehlerquellen

  • Startet das Fahrzeug trotz neuer Batterie nicht mehr, liegt das Problem mit größter Wahrscheinlichkeit beim Anlasser. Nun gilt es diesen zeitnah auszutauschen, um die Nutzbarkeit des Fahrzeuges zu erhalten. Bevor Sie jedoch diesen Schritt in Angriff nehmen, sollten Sie nach Möglichkeit zunächst einige andere Fehlerquellen ausschließen.

Weitere potentielle Fehlerquellen neben dem Anlasser

die Zuleitung des elektrischen Stroms als Fehlerquelle des Anlassers

  • Neben der Batterie spielt natürlich auch die Zuleitung des elektrischen Stroms eine Rolle. Ein defektes Kabel allein kann bereits den Starter lahmlegen und somit für Probleme sorgen. Messen Sie nach Möglichkeit die zugehörigen Kabel durch, um eventuelle Fehler oder einen Kabelbruch auszuschließen.

Schwungrad im Anlasser defekt

  • Auch das Schwungrad im Anlasser kann verschleißen. Dieses wird genutzt, damit der Anlasser die notwendige Rotation erzeugen kann. Finden die Zahnräder jedoch keinen Halt mehr, so dreht der Starter durch und der Motor kann nicht gezündet werden. In einem solchen Fall muss nicht der gesamte Anlasser, sondern nur das Schwungrad ausgetauscht werden. Dies ist deutlich günstiger, wenn auch mit mehr Arbeit verbunden. So sparen Sie sich in jedem Fall die Kosten für einen komplett neuen Starter.

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Den Anlasser austauschen: Werkstatt oder Eigenarbeit?

  • Grundsätzlich ist es empfehlenswert bei Arbeiten am Motor eine Fachwerkstatt aufzusuchen.
  • Allerdings hängt dies beim Wechsel des Anlassers auch stark vom Fahrzeugmodell und dem Hersteller ab.

der Starter in modernen Fahrzeugen wechselnDenn vor allem in modernen Fahrzeugen sind die Starter oftmals sehr versteckt verbaut und nur schwer zu erreichen. Denn unter den vielen Abdeckungen und Schutzklappen sich zurecht zu finden, ist für Hobbyschrauber oftmals nicht einfach.

der Anlasser in älteren Fahrzeugen austauschenBei älteren Fahrzeugen ist der Austausch allerdings in der Regel problemlos möglich. Hier kann oftmals direkt von oben über den Motorraum der Anlasser ausgewechselt werden.

Im Optimalfall machen Sie sich zunächst ein Bild von der Position des Anlassers in Ihrem Fahrzeug und entscheiden anschließend, ob Sie sich den Austausch selber zutrauen.

Diese Werkzeuge werden benötigt

Wenn Sie Ihren Anlasser austauschen möchten, benötigen Sie ein wenig Werkzeug. Dies kann durchaus von Fahrzeug zu Fahrzeug variieren, dennoch sind Sie mit dieser Liste auf der sicheren Seite. Sie benötigen für den Austausch:

– Einen Schlüsselsatz
– Einen Satz Schraubenzieher
– Einen Satz Innen-Torx-Schlüssel
– Ein Multimeter

Mit diesen Werkzeugen können Sie nun den Austausch beginnen.

Anlasserwechsel Schritt für Schritt

Folgen Sie zum Austausch des Starters nun folgenden Schritten:
Anlasserwechsel Schritt für Schritt

– Lokalisieren Sie den Anlasser in Ihrem Motorraum
– Bocken Sie das Fahrzeug gegebenenfalls auf, um an den Anlasser zu gelangen
– Klemmen Sie den Minuspol der Batterie ab und legen diesen beiseite
– Dokumentieren Sie genau, welche Kabel wo mit dem Anlasser verbunden sind
– Drehen Sie die Halteschrauben des Anlassers ab. Beginnen Sie mit der am schwersten zugänglichen Schraube
– Ziehen Sie nun die einzelnen Kabel ab. Notieren Sie sich nochmals die Farben und die Anschlüsse
– Entfernen Sie nun den Anlasser. In einigen Fahrzeugen müssen Sie hierfür weitere Bauteile wie die Antriebswelle oder Teile der Auspuffanlage entfernen.
– Vergleichen Sie den ausgebauten Anlasser mit dem Ersatzteil
– Kontrollieren Sie direkt das Schwungrad und dessen Zähne
– Bauen Sie nun den neuen Anlasser ein
– Ziehen Sie die Schrauben an
– Verbinden Sie die Kabel mit dem Anlasser
– Klemmen Sie die Batterie des Fahrzeuges wieder an
– Testen Sie den neuen Anlasser

Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

Auch wenn der Einbau beziehungsweise Austausch eines Starters nicht allzu kompliziert klingt, sollten Sie diesen nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Aus diesem Grund sollten Sie einige wichtige Fehler auf jeden Fall vermeiden.
Dazu gehört unter anderem die Batterie nicht abzuklemmen.
Auch das Vertauschen der einzelnen Kabel ist ein üblicher Fehler. Dies kann allerdings dazu führen, dass Sie den neuen Anlasser direkt wieder beschädigen.
Achten Sie aus diesem Grund unbedingt auf die richtige Zuordnung der Kabel zu den Anschlüssen.

Wenn Sie all diese Tipps und Ratschläge beherzigen, dann ist der Austausch eines Anlassers kein Problem. Je nach Fahrzeug und Bauart können Sie die Arbeit in einer Zeit von 30 Minuten bis zu zwei Stunden problemlos durchführen.

Arbeiten Sie ruhig und besonnen, dann ist der Wechsel auch für Laien kein Problem.

Foto: udaix, Aleksandr Kondratov, Supit Choosavang, Ivan Krawchuk, Chonlawut, PAKULA PIOTR, Sergey Ryzhov, Patcharapa, Eblis, Andriy Smalchuk, kurhan, Alraun / shutterstock.com

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