Einspritzdüsen – Druck für die Dieselzündung jetzt im Griff!

Einspritzdüsen - Druck für die Dieselzündung jetzt im Griff!

Um stets die richtige Menge Kraftstoff in die Brennkammer von Dieselmotoren zu fördern, werden Einspritzdüsen bzw. Injektoren verwendet. Diese kleinen aber hoch belasteten Bauteile sorgen tausende Male pro Minute dafür, dass der Motor korrekt läuft. Obwohl sie aus hochwertigen Materialien gefertigt werden, bleibt ein Verschleiß bei diesen Bauteilen nicht aus. Lesen Sie in diesem Text woran Sie defekte Einspritzdüsen erkennen und wie Sie den Schaden beheben!

Direkteinspritzer brauchen Druck

Aufbau der EinspritzdüsenDieselmotoren sind sogenannte „Selbstzünder“. Das bedeutet, dass sie für das Verbrennen des Kraftstoffs keine Fremdzündung in Form einer Zündkerze benötigen. Der Kompressionsdruck, der vom hoch fahrenden Kolben erzeugt wird reicht aus, um die gewünschte Explosion des Diesel-Luft-Gemisches herbei zu führen.

Dabei ist es aber wichtig, dass exakt zum richtigen Moment die korrekte Menge Diesel in der optimal zerstäubten Form in den Brennraum eingespritzt wird. Sind die Tropfen zu groß, verbrennt der Diesel nicht vollständig. Sind sie zu klein, wird der Motor zu heiß oder läuft nicht richtig.

Um diesen Zustand zuverlässig herzustellen, fördern die Einspritzdüsen – meist als Pumpe-Düse-Einheit gebaut – den Kraftstoff mit hohem Druck in den Brennraum. Üblich sind 300-400 bar. Volvo hat jedoch ein Modell, das mit 1400 Bar Druck arbeitet.

Neben Dieselmotoren gibt es auch Otto-Motoren, die mit einer Direkteinspritzung arbeiten. Auch sie verwenden Injektoren.

Aufbau und Position der Einspritzdüse

Die Einspritzdüse besteht aus einem Düsenteil und einem Pumpenteil. Die Düse ragt in den Brennraum hinein. Sie besteht aus einem Hohlstift, der mit einer 0,2 mm breiten Bohrung versehen ist.

Die Pumpe welche den Kraftstoff mit dem notwendigen Druck in den Brennraum spritzt, ist an der Rückseite des gleichen Bauteils verbaut. Somit hat jeder Injektor seine eigene Pumpe. Sie besteht im Wesentlichen aus einem hydraulischen Kolben, der durch eine Feder wieder zurück gestellt wird. Die Einspritzdüsen sitzen oben am Zylinderkopf, ähnlich wie die Zündkerzen bei Benzinfahrzeugen.

Defekte an der Einspritzdüse

Die Einspritzdüse ist ein mechanisches Bauteil, welches hoch belastet ist. Es wirken sehr große Kräfte auf und in ihr. Außerdem ist sie thermisch stark beansprucht. Die Hauptursache für Defekte sind Verkokungen an oder innerhalb der Düse. Verkokungen sind Rückstände von unvollständig verbrannten Kraftstoff. Dieser bildet eine Plaque, welche die Verbrennung weiter verschlechtert und damit die Plaque immer weiter vergrößert.
Defekte an der Einspritzdüsen SymptomeDefekte an der Einspritzdüse haben folgende Symptome:

– Schlechter Motorstart
Hoher Kraftstoffverbrauch
– Schwarzer Qualm aus dem Auspuff unter Lastbetrieb
– Ruckeliger Motorlauf

Ein Defekt an einer Einspritzdüse ist keineswegs nur teuer und lästig. Wird er nicht baldmöglichst behoben, kann er zu einem kapitalen Motorschaden führen. Probleme mit den Injektoren sollten deshalb nicht verschleppt, sondern umgehend behandelt werden.

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Diagnose von Einspritzdüsen

Diagnose von EinspritzdüsenEs gibt einen einfachen und sehr sicheren Weg, die Funktion der Einspritzdüsen am Motor zu testen. Dazu braucht man im Grunde nur Gummischläuche und so viele gleich große Gläser, wie der Motor Zylinder hat. Die Schläuche werden an die Leckölleitung der Injektoren angeschlossen und mit jeweils einem Glas verbunden. Nun wird der Motor gestartet und 1-3 Minuten laufen gelassen. Bei intakten Injektoren sammelt sich in jedem Glas die gleiche Menge Kraftstoff.

Defekte Injektoren fallen dadurch auf, dass sie wesentlich mehr oder wesentlich weniger Kraftstoff über die Leckölleitung abgeben.
Für diese Diagnose bietet der Handel für ca. 100 Euro ein Testkit an. Dieses ist sehr zu empfehlen, da es genau für diesen Zweck abgestimmt ist.

Defekte an Injektoren beheben

Vorweg gesagt: Injektoren sind sehr teuer. Für einen einzelnen Injektor muss man mit 250 – 380 Euro rechnen. Da Injektoren stets im Komplettset getauscht werden sollten, kann man durchaus mit 1000 – 1800 Euro an Ersatzteilkosten rechnen.

Defekte an Auto-Injektoren behebenDie gute Nachricht ist aber, dass es inzwischen eine große Anzahl an Spezialbetrieben gibt, welche Injektoren wieder aufarbeiten können. Dabei wird die Einspritzdüse von allen Anhaftungen befreit und alle Verschleißteile, wie Dichtungen oder Clips, getauscht.

Anschließend wird der Injektor geprüft und kommt als Quasi-Neuteil zum Kunden zurück. Die Verwendung von aufgearbeiteten Teilen hat auch einen großen Vorteil: Das Steuergerät des Motors muss beim Einbau der aufgearbeiteten Injektoren nicht neu angelernt werden. Dazu ist es aber wichtig, dass jeder Injektor wieder genau an die Stelle kommt, in der er vorher eingebaut war.

Ausbau von Auto-InjektorenDer Ausbau von Injektoren ist theoretisch recht einfach. Sie werden nicht wie Zündkerzen eingedreht, sondern sind in der Regel „nur“ eingesteckt. Ihren festen Sitz erhalten sie durch oberhalb angebaute Klammern. Jedoch sieht das in der Praxis recht anders aus. Um sich bis zu den Injektoren vorzuarbeiten muss etliches demontiert werden.

Auto-Injektoren LösemittelLiegen sie frei und sind die Halteklammern gelöst, erwartet den Hobbyschrauben häufig eine böse Überraschung: Der Injektor sitzt bombenfest im Motor und lässt sich auch mit größter Kraftanstrengung nicht lösen. Zu diesem Zweck haben namhafte Hersteller spezielle Lösemittel entwickelt, welche die Anbackungen auslösen, die für den festen Sitz des Injektors verantwortlich sind.

Doch auch mit der Verwendung des Lösemittels kann der Ausbau von einem Injektor zu einem enormen Kraftakt werden. Wichtig ist hier, dass man niemals die Geduld verliert und keinen weiteren Schaden am Motor anrichtet.

Immer alle Injektoren behandeln!

Auto-Injektoren behandelnDa alle Injektoren nahezu gleichzeitig beansprucht werden, ist ihr Verschleiß ebenfalls gleichmäßig. Auch wenn beim Test nur einer oder zwei Injektoren als defekt erkannt werden, ist der Ausfall der anderen Einspritzdüsen nur eine Frage der Zeit.

Der wirtschaftlichste Weg ist daher, alle Injektoren beim Dienstleister überholen zu lassen. Erst wenn vom Fachmann die Meldung kommt, dass ein Injektor nicht mehr zu retten ist, kann dieses eine Bauteil als neues Ersatzteil gekauft werden. So spart man hohe Kosten und hat wieder einen einwandfrei funktionierenden Motor.

Sinnvolle Zusatzarbeiten

AGR Ventil und Ansaugbrücke reinigenDas Auto ist bei ausgebauten Injektoren praktisch still gelegt. Es ist daher eine gute Gelegenheit, weitere Reparaturen durchzuführen. Bei Dieselmotoren empfiehlt es sich, das AGR Ventil und die Ansaugbrücke ebenfalls reinigen zu lassen. Diese verkoken ebenfalls mit der Zeit.

Der Partikelfilter im Auspuff könnte auch ausgebaut und vom Spezialisten gesäubert werden. Schließlich können beim Einbau der überholten Injektoren auch alle Papierfilter wie Pollen-, Innenraum- oder Motorluftfilter getauscht werden. Der Dieselfilter wird ebenfalls gewechselt, damit die überholten Injektoren nur garantiert sauberen Kraftstoff bekommen.Diesel Kraftstofffilter in bewährter Qualität jetzt im ShopSchließlich ist ein Ölwechsel für einen ruhigen und sauberen Lauf des Motors die letzte Maßnahme, um beruhigt in die nächsten dreißigtausend Kilometer zu starten.

Foto: Romaset, CHAINFOTO24, Stason4ik, Srdjan Jovic, AlxAustralia, Guzhva Vera, Tomasz Romski, MR.TEERASAK KHEMNGERN, u3d / shutterstock.com

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